Der Wurschti-Blog

Was ein Wurschti alles erleben kann.

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Unterwegs mit Dr. Jones

29.06.08 (Allgemein)

Heute haben wir bei dem tollen Wetter einen Ausflug gemacht. Und endlich war Indi auch mal wieder dabei. Wir haben eine Runde vom Spiegeltaler Zechenhaus rauf nach Clausthal und wieder zurück gemacht. Und das ist natürlich total aufregend für unsere Nacktnasen, weswegen wir die ganze Zeit aufpassen mussten.

Auf dem Weg war nämlich alles voll mit Rotwildspuren. Und weil Herrchen so gerne Wild isst, mussten wir Hunde aufpassen, dass Herrchen das Wild nicht vor uns sieht und wegläuft.

Hier, die ganze Zeit musste ich aufpassen, dass er sich nicht zu weit absetzt.

Er tut dann immer so, als ob er Blümchen knipst. Aber man kann ja nie wissen.

Hier sind wir dann schon wieder fast in Clausthal, bzw. Zellerfeld.

Auch hier war Herrchen noch nicht ganz außer Gefahr. Frauchen hat mit mir dann wieder das Grashalmspiel gemacht. Frauchen bläst auf einem Grashalm, ich komme dann von hinten durch die Beine…

… und kriege dann den Grashalm als Belohnung.

Herrchen konnten wir aber mit anderen Tieren ablenken.

Dieses Pferd, zum Beispiel. Das hatte ganz faszinierende Augen. Ein anderes hatte wohl einen Gesichtskrampf.

Das hörte gar nicht mehr auf damit.

Ui, mit Rohfütterung wäre das nicht passiert. Apropos Rohfütterung.

Bei der ersten Rast hat Indi dann probiert sein Herrchen zu fressen. Dieses aggressive Verhalten ist wohl auch eine Begleiterscheinung der Rohfütterung. Und was macht das Indi-Frauchen?

Sie freut sich und knipst. Das ist echtes Paparazzitum! :-)

Ein paar Kühe haben wir auch noch gesehen. Mit denen hätte ich gerne gespielt, aber die haben sich in ihren Elektrozaun zurückgezogen. Doofe Viecher, aber schmecken tut ihr gut.

Hier will Indi gerade einen Apfel von Frauchen schnorren. Die freut sich ja eigentlich immer, wenn ein Hund kommt.

Sie wollte ihren Apfel aber lieber selber essen. :-)

Auf dem Rückweg sind wir dann noch baden gewesen! Ja, ich auch! Mit schwimmen und komplett nass und so! Das Indi-Frauchen war ganz begeistert. Als ich dann aus dem Wasser kam, sahen mich alle ganz mitleidig an, weil ich genauso ein Schmachthaken bin wie Indi. Und Herrchen hat Schelte bekommen, weil er mich immer Speckie nennt. Mal sehen, ob sich das jetzt auf meine Rationen auswirkt.

Hoffentlich ist bald wieder Wochenende und schönes Wetter. Das war toll und das will ich wieder machen.

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Herrchen ist ein Anfänger…

29.06.08 (Hundeschule, Mantrailing)

Dagmar hat uns ja neulich als Anfänger bezeichnet. MICH kann sie nicht gemeint haben, aber mein Herrchen, denn der hat immer noch nicht gelernt, dass er mir durchaus etwas mehr zutrauen kann.

Wir waren heute wieder suchen und die Elke hatte heute ihre Schwester mit, die sich für uns versteckt hat. Da sind wir aber schon gespannt, wie große Elkes Verwandschaft noch ist, denn ihren Sohn und ihre Schwestern kennen wir jetzt ja schon.

Unsere Gruppe bestand nur aus drei Hunden, wir haben aber fast 2 Stunden heute gebraucht. Aber mal der Reihe nach. Angefangen mit der Sucherei hat Clyde und das Merlin-Frauchen und Herrchen haben vor lauter Quatscherei fast den Anschluss verloren.

Als Clyde seine zwei Suchen gemacht hatte und eine Pause eingelegt hatte, war ich an der Reihe und Bettina schon über alle Berge. Da wollte Herrchen kneifen, weil man bei mir ja immer etwas Stimmung machen muss, damit ich fremde Leute suche. Aber Elke meinte, dass wir das einfach mal probieren sollten. Herrchen hat mich dann umgezogen und dabei gesagt, was ich denn gleich tun wollen. Ich habe mir dann auch brav die Tüte überstreifen lassen und bin nach dem Suchwort losmarschiert. Zielstrebig, aber ohne großen Leinenzug. Vor einer Brück bin ich rechts abgebogen in einen kleinen Weg. Herrchen war schon etwas skeptisch, dass ich noch suche und Elke mittlerweile auch, weil sie Bettina gesagt hatte, dass sie NACH der Brücke rechts abbiegen sollte. Ich bin dann in ein Himbeerfeld gehoppelt, habe aber gleich wieder umgedreht und direkt auf der anderen Wegseite saß Bettina. Da haben die beiden aber gestaunt.

Die nächste Suche habe ich dann mit deutlich mehr Leinenzug gemacht. Da habe ich aber auch gesehen, wie die Bettina weggegangen ist. Und wieder war sich Herrchen nicht sicher, ob ich wirklich suche, aber ich habe Bettina ohne zu zögern gefunden. Danach durfte ich noch ein wenig die steile Böschung runter und im Fluss baden. Herrchen musste mir zwar hochhelfen, weil das Ufer ganz steil und lose war.

Dann hatte ich Pause und Merlin hat gesucht.

Bei meiner letzten Suche habe ich wieder nicht gesehen, wie Bettina weggegangen ist. Nachdem ich den Rüssel in der Tüte hatte, bin ich gar nicht losgegangen. Herrchen musste mich noch einmal aufmuntern und ich schlenderte mit ihm und Elke im Schlepptau den Weg entlang. Gerade als Herrchen zu Elke meinte “schau mal, der geht mit uns spazieren”, da zog ich nach rechts durch ein paar Büsche durch runter zu einer romantischem Bank am Teich. Die war aber leer. Ich ging dann rechts neben der Bank ins Gras und da saß Bettina. Herrchens Gesicht hättet ihr mal sehen sollen.

Dann hatte Merlin seine letzte Suche und er hat Bettina nicht gefunden. Wir sind den Weg auf und ab. Nichts! Sie war einfach weg. Herrchen ist dann noch einmal zu der Bank mit mir gegangen, wo ich Bettina gefunden hatte. Weil ich aber schon ziemlich fertig war, habe ich keine Tüte und auch kein Suchwort bekommen. Irgendwann hat Merlin dann doch noch Bettina gefunden. Die hatte von Elke die Anweisung bekommen, sich nicht bemerkbar zu machen. Und genau das hat sie getan, als wir mehrere Male direkt an ihr vorbeimarschiert sind. Und da sagen heute immer alle, dass es so schwer sein soll, gutes Personal zu bekommen.

Leute, ich freue mich schon auf nächste Woche!

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Der Leinentest.

22.06.08 (Dies und das, Hundeschule, Mantrailing)

Auf besonderen Wunsch von zwei Damen, deren Namen beide mit einem “D” anfangen, wollen wir unsere neue Schleppleine noch einmal offiziell testen.

Der offizielle Beamte der Stiftung Leinentest überwacht dabei kritisch den Tester.

Hier ist nun das gute Stück in seiner ganzen Länge.

Wie man nach diesem Bild schon ahnen kann: Auch diese Leine vertüddelt sich. Aber viel weniger als die Leinen aus Reepschnur, die wir sonst immer haben. Diese hat auch eine Gewebeleine im Inneren, zusätzlich aber die Ummantelung in Signalfarben. Somit lässt sich diese Leine leicht abwischen, wenn sie nass und dreckig ist, bleibt leicht, auch wenn man sie durch Pfützen zieht und verhakt sich nicht im Unterholz, wenn man sie hinter sich herzieht. Das Handling ist schon deutlich angenehmer und einfacher als mit unseren anderen Leinen.

Diese Leine wurde uns auch empfohlen, weil man sie auch ohne Handschuhe verwenden kann. Sie ist wirklich griffig, sodass man sie besser halten kann, wenn ordentlich Zug drauf ist. Allerdings würde ich gerade wegen dieser Griffigkeit Handschuhe wärmstens (Achtung Wortspiel!) empfehlen. Wenn der Beamte der Stiftung Leinentest sich mal ordentlich und spontan ins Zeug legt, hätte der Tester ziemlich Bedenken, dass sich die Haut seiner Innenhänden schnell deutlich vor den Handinnenflächen befinden könnte. :-)

Für langhaarige Rassen gibt es noch ein kleines Problem:

Der Wirbel des Karabiners (der auffallend klein, aber wohl doch ausreichend stabil ist) zieht gerne lange Haare an und die verdrehen sich auf Nimmerwiedersehen darin. Das relativiert sich allerdings, wenn man Geschirr statt Halsband verwendet.

Unser Testurteil: Wir waren erst kritisch, was die Leine angeht, aber das Handling und die Pflege ist schon angenehmer als mit unseren Reepschnur-Leinen. Man muss allerdings auch sagen, dass es mit den anderen Leinen auch geht. :-) Ich würde sie wieder kaufen, wobei ich hoffe, dass sie noch recht lange hält, denn das Teil ist nicht gerade ganz billig.

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Gestern waren wir wieder suchen.

22.06.08 (Hundeschule, Mantrailing)

Nachdem ich letztes Wochenende ja nicht zum Suchen konnte, sondern viele neue Dinge gelernt habe (oder vielmehr meine Nacktnasen), war es diese Woche wieder so weit.

Wir waren nur zu dritt und hatten wieder einen netten Helfer, den Philipp dabei. Es hatte in der Nacht geregnet und der Waldboden war noch ordentlich nass.

Bei meiner ersten Suche habe ich zwar richtig angesetzt, habe dann aber die Spur verloren. Herrchen hat mich aber einfach machen lassen und ich habe eine kleine Runde durch den Wald gedreht. Dann habe ich die anderen Hunde auf dem Weg stehen sehen und dachte, dass dort vielleicht auch Philipp zu finden ist. War aber nicht und ich bin mit ganz wichtiger Mine an den anderen vorbei stolziert und bin dann auf dem Weg entlang und in die richtige Richtung abgebogen. Auf einmal stand da ein Mensch im Wald. Den habe ich mir ganz genau angeschaut. Eins konnte ich mit Bestimmtheit sage: Er sah nicht aus wie Philipp und er roch nicht wie Philipp. Aber dann waberte eine  Wolke von Philipp vorbei, der gar nicht weit entfernt neben einem Baum stand. Heißa Fleischwurst. Hauptgewinn.

Danach haben wir gleich noch eine ganz kurze Suche gemacht und ich habe Herrchen ganz zielsicher und mit großen Zug durch den Wald geschleppt. Bingo! Noch eine Party. Wir haben dann noch eine Runde mit dem Dottie gespielt und sind dann hinter den anderen hergegangen (die bei ihren Suchen auch kleinere Probleme hatten).

Dann haben wir noch eine Suche gemacht und ich habe den Philipp ganz locker gefunden. Das war toll gestern.

Nächste Woche suchen wir ein einem Teich. Dort geht ein Weg ringsrum und dort ist viel Ablenkung durch Spaziergänger und andere Hunde. Da bin ich doch mal sehr gespannt, wie das mit mir funktioniert.

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Erste Veränderungen!?

22.06.08 (Schilddrüse)

Seit 3 Tagen nehme ich jetzt Schilddrüsenhormone. 800µg am Tag (also knapp 20µg/kgKG). Erste Veränderungen tragen schon ein, als ich noch im Wartezimmer bei unserer Tierärztin gehockt habe. Ich habe mich gleich mit einem kleinen Jungen angefreundet und ihn mit der Pfote darauf hingewiesen, dass er ja nicht aufhören sollte, mich zu streicheln. Fremde Rüden durften auch in die Praxis und Frauchen hat gleich die neuen Sachen ausprobiert, die wir letztes Wochenende gelernt haben. Hat ganz gut funktioniert. :-)

Ohne jetzt genau sagen zu können/sagen zu wollen, wovon jetzt was kommt, ist mir (Jörg) einiges an Wurschti in den letzten Tagen aufgefallen:

Er hat eine Leidenschaft für Tennisbälle entwickelt (kann sich aber auch wieder legen), zerrt richtig kräftig an seinem Gitterball usw. Ich habe den Eindruck, dass er sich leichter zum Spielen motivieren lässt, ausdauernder spielt, konzentrierter dabei ist und insgesamt etwas flinker geworden ist. Dazu scheint er mir insgesamt auch etwas ausgeglichener. Gestern war auch noch seine Freundin Jacky bei uns und bei ihren Rennattacken hat er versucht hinterher zu kommen, wo ich erwartet hätte, dass er nur zuschaut. Auch beim Mantrailing gestern war er dem Helfer gegenüber sehr aufgeschlossen, wedelte wenn er wieder aus dem Wald kam und nahm einige Gräben im Sprung, von denen ich eher ein Durchlaufen erwartet hätte.

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Während andere…

18.06.08 (Hundeschule, Schilddrüse)

… fleißig Fußball schauen oder spielen, musste ich letztes Wochenende arbeiten.

Die Arbeit fing schon Freitag an. Frauchen hatte für Herrchen gekocht und das auf den Punkt. Als Herrchen endlich nach Hause kam war das Essen fertig… Zeit zum Essen gab es aber nicht, weil wir gleich los mussten. Und: Wir waren mal nicht die Letzten! :-)

Auf meinem Hundeplatz war es aber anders als normal. Da waren ein paar Hunde, die ich noch nicht kannte und vor allem: Jede Menge Menschen ohne Hund. So etwas gab es noch nie auf meinem Hundeplatz.

Von der Hundeseite aus waren dabei:

  1. Alf (Bouvier)
  2. Hawk (Australian Shepherd)
  3. Wallis (die Rasse kenne ich nicht, sieht aber sehr lustig aus)
  4. Buka (Golden Retriever, lecker Püppi)
  5. Elvis (ein gestromter Mix)
  6. Wurschti (weltbester Briard, zumindest kommt er sich so vor)

Wir Hunde waren dort, weil wir auf die eine oder andere Weise Auffälligkeiten gegenüber anderen Hunden oder gar Menschen haben. Und die Dozentin, Dr. Ute Blaschke-Berthold, wollte unseren Nacktnasen zeigen, mit welchen Mittel sie uns zeigen können, dass alles gar nicht so schlimm ist, als dass man ängstlich und/oder grob werden muss.

Zunächst musste jeder Besitzer mit seinem Hund Übungen machen. Das fand ich natürlich klasse, denn dafür gehe ich ja auf den Hundeplatz (und staube ordentlich Leckerli ab). Ich fand aber, dass es zwischendurch ziemlich langweilig war. Und das habe ich auch kund getan. Also musste Herrchen immer wieder kleine Runden mit mir drehen und mich beschäftigen, damit ich die anderen Leute nicht mit Bellen unterhalte.

Dann haben wir noch ganz lustige Spiele in der Gruppe gemacht. Zum Beispiel “zehn in einer Reihe”. Hier macht man Übungen (wobei die Übungen nicht verschieden sein müssen) und belohnt den Hund auf zehn verschiedene Arten. Das fand Herrchen gar nicht so einfach und die Ute hat ihn auch prompt erwischt, wie er beim Zählen geschummelt hat. Der Typ ist sooooo unkreativ, sage ich euch.

Dann war der Tag auch schon vorbei und die Ute hat dann noch mit den Hundebesitzern gesprochen, was ihr so aufgefallen ist. Und ihr sind zwei Sachen aufgefallen:

  1. Ich bin schnell wie eine Rakete (auf dem Weg zur Startrampe).
  2. Ich rücke meine Beine ordentlich zurecht, bevor ich mich hinsetze.

Wie durch einen dummen Zufall :-) hatten meine Nacktnasen meine Schilddrüsenwerte und auch die Röntgenaufnahme von neulich mit und haben die Sachen der Ute und der Dagmar mitgegeben, damit sie Papierflieger bauen konnten (kleiner Scherz).

Die Aussagen der Ute haben meine Nacktnasen dann doch etwas verunsichert, denn meine Schilddrüsenwerte sind definitiv nicht in Ordnung und eine gesunde Hüfte sieht auch anders aus als meine. Der Röntgen-Papierflieger geht jetzt an den Verband und wird sind schon sehr gespannt, wie der Verband meine Hüfte sieht. Frauchen war auch gleich heute mit mir zu unserer Tierärztin, die mir jetzt L-Thyroxin verschrieben hat. Die Ute hat meinen Nacktnasen nämlich versprochen, dass sie damit einen neuen Hund bekommen. Prima, dann kommt endlich Leben in die Bude. Ich mach schon mal Platz auf meinem Kissen für den Neuankömmling. :-)

Was sonst noch so passiert ist, schreibe ich euch demnächst.

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Fast vergessen.

11.06.08 (Hundeführerschein, Hundeschule)

Ich hatte ja fast vergessen, dass ich am Wochenende auch wieder trailen war.

Wir haben uns am Mühlenberg in der Nähe von Herzberg getroffen. Zu unserer Gruppe stieß noch Puschkin, ein Golden Retriever-Rüde. Mit Golden Retrievern (zumindest mit den Rüden, nichts gegen meine geliebte Muna) habe ich ja so meiner Probleme, obwohl keiner einen Grund weiß. So auch mit Puschkin. Kaum kam der in meiner Nähe habe ich ihm massiven Ärger angedroht. Zumindest habe ich so getan und Herrchen wollte nicht ausprobieren, ob ich es ernst meine.

Wir hatten wieder eine junge Helferin dabei, die Doreen. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle für die Hilfe. Es war ja ziemlich warm draußen und die Hunde in der ersten Gruppe hatten schon ihre Probleme, richtig gut zu suchen. Die ersten von uns waren auch irgendwie nicht so richtig begeistert. Aber dann ging das Wurschti an den Start, das bis dato nur einen kleinen Snack gefrühstückt hatte und somit hoch motiviert war, Doreen inklusive der Hühnerherzen zu retten, die sie freundlicherweise für mich mitgenommen hat. Also los, wobei Herrchen nicht so viel an der Leine zu tun hatte, wie an anderen Tagen. Nachdem ich Doreen sicher gefunden hatte (wobei die Suchstrecke recht kurz war), haben wir gleich eine zweite Suche gemacht und Herrchen hat sicherheitshalber meine Hühnerherzen getragen, falls ich Doreen nicht finden sollte. Habe ich aber, war kein Problem.

Danach hatte ich kurz Pause und ich konnte mich voll darauf konzentrieren, dass der Puschkin mich ja nicht anschaut. Aber irgendwie schwebte immer wieder etwas Leckeres vor meiner Nase rum, als ich mich gerade wieder festgucken wollte. Ist zwar irgendwie doof, aber nahrhaft.

Bei der dritten Suche haben wir dann ein kleines Experiment gemacht. Die Doreen ist einfach weggegangen. Erst danach wurde ich zum Suchhund umgebaut und bekam den Beutel. Herrchen hatte gleich den Eindruck, als ob ich den Auftrag nicht ganz verstanden hätte, denn ich verharrte kurz nachdem das Suchwort kam. Aber ich ging dann in die richtige Richtung und brachte auch Zug auf die Leine. Aber ich zog ganz zielsicher an Doreen vorbei und wollte tiefer in den Wald, Rehe anschauen. Dann hat mich Doreen gerufen und da fiel mir mein Auftrag auch wieder ein. Puh, gerade noch einmal gut gegangen, denn sonst wären meiner Hühnerherzen bei dem Wetter bestimmt gleich schlecht geworden.

Nächste Woche ist übrigens kein Mantrailing-Kurs. Nur so als Hinweis, dass ihr total sicher sein könnt, dass ihr nicht wieder so einen langweiligen Beitrag lesen müsst. Ich bin nämlich auf einem Seminar mit Ute Blaschke-Berthold zum Thema Aggressionsverhalten. Vielleicht erklärt die Ute ja meinen Nacktnasen mein merkwürdiges Verhalten gegenüber Golden Retrievern und Huskys. Und vielleicht zeigt sie ihnen ja auch Wege, dass ich bald gaaaaanz, gaaaanz lieb habe. Oder zumindest ignoriere. :-)

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Wer…

09.06.08 (Dies und das, Wahre Freunde)

… rast so schnell durch Teich und See?

Nein, Freunde, das ist nicht Indi! Das bin ich! An manchen Tagen überkommt es mich einfach und dann muss ich einfach so durchs Wasser rasen, wie die anderen auch.

Jippiee!

Schaut mal. Ich habe richtig Kielwasser!

So, jetzt aber schnell zu Frauchen damit die den Stock wieder reinwirft.

Na, Frauchen? Soll ich dir das Ding geben oder willst du es holen?

Darf ich noch einmal?

Jetzt aber los!

Pfffft! Frauchen, du hättest du wohl nicht gedacht, dass ich sooo schnell wieder da bin, was?

Los! Wirf noch einmal!

Vollgas!

Und wenn man schnell genug ist, kann man übers Wasser laufen. Cool, was?

Oooh, vielleicht auch nicht. :-)

Schnell noch einmal schauen, ob die Richtung stimmt. Und dann paddeln!

Dann war mir ganz schon kalt und ich musste ein bisschen mit Fino kuscheln, damit mir wieder warm wird.

Ey, ich habe nichts gemacht! Und riskier nicht so eine dicke Lippe!

Meine Lippe ist nämlich noch viel größer als deine!

Ok, ok, du hast gewonnen!

Man, Leute! An Tagen wie gestern frage ich mich wirklich, warum man nur in seiner so trostlosen Gegend wohnen kann. :-)

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Warum wir gerne im Harz wohnen!

09.06.08 (Dies und das)

Neulich wurde ich doch ganz ernsthaft gefragt, warum wir denn freiwillig in einer Gegend wohnen, in der dauernd Winter sei. Hmmm, das ist eine berechtigte Frage, die ich euch gerne beantworte. Stellt euch also mal den typischen Juni-Sonntag im Harz vor…

Die ganzen Blümschen blühen.

So wie das Butterbümschen, …

… die rote Lichtnelke, …

… die HerrchenkriegtvonFrauchenaufdieMützeweilerdenNamennichtkennt-Blume oder…

… der Schlangen-Knöterich.

Und so sieht das dann als Gesamtkunstwerk beispielsweise aus.

Ich weiß auch nicht, wie meine Nacktnasen das hier in der Gegend aushalten. :-)

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Was für ein Horror-Trip!

06.06.08 (Dies und das)

Kennt ihr auch solche Tage, an denen man schon ein merkwürdiges Gefühl hat, wenn man aufwacht? Und dann verstärkt sich das Gefühl auch noch, wenn man nichts zu essen bekommt. Ganz schlimm wird es dann, wenn man auch noch hungrig zum Tierarzt kommt. Ich habe das dann gleich so gemacht, wie ich es vom Tierarzt her kenne. Ich habe mich freiwillig auf die Waage gestellt in der Hoffnung, dass es — so wie sonst auch immer — dann gleich wieder raus geht.

Aber heute kam ich nicht so leicht davon. Ich musste ins Behandlungszimmer. Dort haben sie mir auf dem Boden eine Spritze gegeben und ich habe gleich Sterne gesehen und bin sofort eingeschlafen. Als ich die Augen den ersten Schlitz wieder öffnen konnte, war Frauchen weg. Aber kurze Zeit später kam sie dann wieder. Kennt ihr auch das Gefühl, dass ihr euch ganz doll freuen wollt, es aber nicht könnt? Ich konnte jedenfalls nur meine Rute bewegen. Damit ergab sich der folgende Dialog:

Frauchen: Wurschti, du bist ja schon wieder wach!

Wurschti: Klack, klack, klack! (Mit der Rute)

Frauchen: Wurschti, die Tierärztin hat gesagt, dass deine Hüften und deine Lebenwirbelsäule ganz klasse aussehen.

Wurschti: Klack, klack, klack!

Frauchen: Wurschti, kannst du auch schon aufstehen?

Wurschti: Klack, klack, klack!

Frauchen: Wurschti, kannst du denn zumindest den Kopf hochheben?

Wurschti: Klack, klack, klack!

Frauchen: Ok, ich leg mich ein bisschen zu dir und warte, bis du wieder fit bist.

Wurschti: Klack, klack, klack!

Nach einer unendlichl langen Ewigkeit konnte ich wieder mehr bewegen als nur meine Rute. Dann kam die entscheidende Frage!

Frauchen: Wurschti, wollten wir nach Hause?

Wurschti: Klack, klack, klack, klack, klack, klack, klack, klack, klack, klack, klack, klack, klack!

Die nette Helferin hat mich dann noch mit zum Auto begleitet und mich hinten etwas gehalten, damit ich nicht wieder zusammensinke. Als dann aber die Autotür offen war, habe ich nur den Kopf umgedreht und mich bei der netten Helferin mit einem tiefen Grummeln bedankt. Ich weiß ja, was sich gehört.

Ich habe dann noch ziemlich lange geschlafen, war mal wieder wach, bin dann aber gleich wieder eingepennt.

Irgendwann ist Herrchen dann gekommen und Frauchen hat sich gefreut, dass ich schon wieder laufen konnte, um ihn zu begrüßen. Wir sind dann spazieren gegangen, ich habe dann ordentlich gebuddelt, wäre auch schon wieder jagen gegangen (wenn ich nicht an der Leine gewesen wäre), war hinterher noch in meinem Teich schwimmen (richtig schwimmen mit ganz nass und so) und hinterher habe ich dann noch mit meinen Nacktnasen gespielt.

Jetzt bin ich aber wieder müde… Schnarch.

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