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Besonderer Besuch!

Gestern hatten wir Besuch. Das war total komisch, sage ich euch. Meine Nacktnasen zeigten ihr übliches Besuchsverhalten. Es wurde aufgeräumt Zum Glück müssen sie nicht auch noch aufräumen, denn bei uns ist es immer aufgeräumt. So konnten sie sich voll darauf konzentrieren, Kuchen zu backen und Kaffeegeschirr bereitzustellen. Dann ging’s los:

Erst fuhr ein mir unbekanntes Auto auf den Parkstreifen. Das alleine ich noch nicht so besonders. Aber als jemand ausstieg und „Haaaaalllooooo Wuuuuurschti!“ rief, staunte ich nicht schlecht, denn Silvie kommt normalerweise mit einem anderen Auto. Ich war also auf der Hut, denn wo Silvie und auch Bernd sind, da kann Indi nicht weit sein. Die Prozession kam dann auf unseren Hof, begleitet von heftigem Gegrummel. Irgendwo muss doch Indi gleich raketengleich um die Ecke gesaust kommen. Da fiel mir zunächst gar nicht auf, dass sich da noch zwei Nacktnasen auf meinen Besitz gemogelt hatten. Die Nacktnasen vergnügten sich dann im Garten und bibberten vor Kälte genossen die angenehmen, spätsommerlichen Temperaturen im Harz. Ein Genuss, der zwingend nach ein paar Kaltgetränken zum Kaffee verlangt.

Irgendwann schaute ich mir dann diese zwei Nacktnasen noch genauer an. Die Frau schien mir komplett ungefährlich, obwohl sie nach einem fremden Hund roch. Ich ließ mich also bereitwillig von ihr durchkraulen. Dem Mann gegenüber war ich erst etwas zurückhaltend, aber er hatte einen sicheren Instinkt dafür, dass man mit noch so kleinen Kuchenkrümeln auch das größte Wurschti fängt. Er versteckte also einen Krümel in seiner Hand und ich durfte so lange stupsen und lecken, bis ich endlich den Krümel aus seiner Hand bekommen hatte.

Dann wurde es aber fies! Ich musste meinen geliebten Garten verlassen und wurde in ein dunkles Verlies gesperrt ins Haus gebracht. Das war schon suspekt. Als schon kurz danach ein Juchzen durch den Garten ging „Ach, ist der süß!“, dachte ich nur, wenn die Bilder von mir schauen, wieso kann ich dann nicht dabei sein. Das Bellen, was dann irgendwann aus dem Garten kam, zeigt mir aber, dass dort etwas anderes vor sich ging. Dort wurden dicke Nasen bewundert, langes, wallendes Haar begutachtet und auch mal Spielzeuge probegespielt.

Nach elend langer Zeit befreiten mich die Nacktnasen aus dem Kerker und ich bin — ganz nach Wurschti-Art — gaaaaaanz vorsichtig in den Garten gegangen. Gaaaanz langsam. Man kann ja nie wissen, wer da auf einen wartet, denn es roch gefährlich nach frischem fremden Rüden. Aber da war nichts! Keine Nacktnasen und auch keine Dicknasen! Ich habe dann aber alles sorgfältig abgeschnüffelt und frisch markiert. Ist ja schließlich mein Garten. Smile

Bilder? Gibt’s auch, aber erst später, denn Herrchen hat vergessen, die Karte aus der Kamera mitzunehmen. Aber vielleicht können die Indis aushelfen!?

Fazit: Normalerweise ist bei uns nach Begegnungen mit anderen Briards immer Frust angesagt, denn bei solchen Begegnungen fällt immer sehr deutlich auf, dass Wurschti anders ist. Aber Emil scheint durchaus Wurschti-Gene in sich zu haben, auch wenn die Ahnentafel darauf keinen Hinweis gibt. Wir konnten durchaus viele Ähnlichkeiten feststellen: Es gibt auch ein bewegungsmäßig relativ ruhiges Spiel, das aber von lustigen Geräuschen untermalt ist. Und auch andere Hunde rennen einem weggeworfenen Spielzeug nicht unbedingt mit Lichtgeschwindigkeit hinterher und sehen gar nach dem dritten Durchgang überhaupt keinen Grund mehr, das Spielzeug zu holen, wenn es ohnehin wieder gleich weggeschmissen wird. Allerdings ist die äußere Erscheinung doch durchaus unterschiedlich: Über 25 cm in der Haarlänge, ein dürres Klappergestell gegen „Normalgewicht“.

7 comments to Besonderer Besuch!

  • Ach Wurschti, wolltest mit deinem ungekämmten Scheitel keinen Besuch empfangen?
    Spezies einer besonderen Art erkennen sich trotzdem und dann gibt es kein halten mehr. Wirste sehen.
    Ich sehe schon zwei, vieleicht auch drei Fuchurähnliche Drachen über die Wiese schweben.
    der Roki

    [Antwort]

    Antwort von Wurschti, am 01.09.09 um 14:24 Uhr:

    Richtig, Roki, den Anblick wollte ich dem Besuch ersparen. Smile Ich hätte mich ja nur geschämt.

    Viele Grüße vom Wurschti

    [Antwort]

    Antwort von Wurschti, am 01.09.09 um 14:25 Uhr:

    Richtig, Roki, in diesem Zustand kann ich doch keinen neuen Besuch empfangen. Ich hätte mich ja nur geschämt. Smile

    Viele Grüße vom Wurschti

    [Antwort]

  • Du dürftest also auch nicht mit Emil spielen. Frown
    Warum eigentlich, ist der Emil denn so gefährlich???
    Aber eins kann ich Dir sagen, ich laufe auch nur ein bis zweimal dem Spielzeug hinterher, dann ist Schluß, ich bin doch nicht blöd.

    Liebes WUUUH
    Sally

    [Antwort]

    Antwort von Wurschti, am 01.09.09 um 14:30 Uhr:

    Sally, unsere Nacktnasen sind wohl die, die uns am besten kennen. Und wenn absehbar ist, dass es irgendetwas zwischen Pöbelei und handfester Rauferei geben wird, bin ich für die Vermeidung dieser Situation durchaus dankbar. Man kann einfach nicht voraussetzen, dass wir Hunde uns immer und spontan verstehen. Da sind wir ganz Mensch.

    Viele Grüße vom Wurschti

    [Antwort]

    Antwort von Emils Frauchen, am 01.09.09 um 23:40 Uhr:

    Liebe Sally,
    Emil ist nicht gefährlich, aber er legt keinen Wert auf engen Kontakt zu fremden Rüden. Das macht Emil dem anderen Rüden unter Umständen ziemlich deutlich klar. Erwachsene unkastrierte Rüden spielen in der Regel auch nicht mit anderen unkastrierten Rüden. Wurschti hat außerdem „Rücken“, jede Abwehrbewegung wäre für ihn Gift. Für einen territorialen Briard-Rüden ist es außerdem eine ziemliche Zumutung unbekannte Rüden in seinem Territorium zu empfangen. Also sind wir kein Risiko eingegangen und haben die beiden Hunde nicht zusammen gelassen. Harmonie kann man bei Hunden eben nicht erzwingen.
    LG Emils Frauchen

    [Antwort]

  • lottikarotti

    Liebes Emilfrauchen,
    das ist auch bei territorialen Mädchens so! Ich empfange auch lieber Jungsbesuch statt Mädchenbesuch. Aber nicht daheim. Immer erst draußen irgendwAngel ROTFL
    Übrigens laufe ich gerne 43 Stunden hintereinander hinter einem Spielzeug her! Solange es Frisbee heißt. Oder Bällchen. Oder gar FUßbällchenSmile
    Territoriale Grüße vom jungsliebenden Briardmädchen Lotte

    [Antwort]

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