Rechtzeitiges Erscheinen sicher ja bekannterweise die besten Plätze. Nur manchmal weiß man ja nicht, wo etwas Interessantes passieren wird und somit wird das rechtzeitige Erscheinen etwas erschwert. Am Freitag hatten wir aber Glück, denn schon am Mittwoch kam ein Anruf von Dagmar, der so interessant war, dass wir auch beste Plätze haben wollten.

Hier gibt Dagmar gerade taktische Zeichen. Nein, sie wollte keine Geheimniskrämerei machen, sondern einfach nur darauf hinweisen, dass sie erkältet ist. Es könnte auch sein, dass sie gerade Herrchen gewinkt hat. 

Wir fuhren dann gemeinsam nach Osterhagen und begrüßten uns erst einmal ausgiebig. Flummihund Gina hat ihrem Namen gerade wieder alle Ehre gemacht.

Aber dann wurde es ernst und wir mussten uns wie die Orgelpfeifen aufreihen und Dagmars Worten lauschen „gleich könnte etwas passieren!”

Etwas passierte auch. Unser Universalopfer Hanna kündigte schon mal an, dass sie jetzt verloren geht. Und weg war sie.

Es schien sich wirklich noch mehr zu tun, denn mittlerweile erschien noch mehr Publikum auf der Straße. Die beiden Herren auf der Gartenbank sind übrigens sehr sympathisch! Zu denen kommen wir später noch einmal.

Ich schaute schon ganz angestrengt, was wohl gleich passieren könne. Dann sagte Dagmar: „Gleich könnten die Sirenen heulen!” Und tatsächlich! Die Sirenen heulten. Dagmar hatte wohl ausgiebig Orakelwasser getrunken.

Und dann kam auch schon der erste Feuerwehrwagen mit Karacho, Blaulicht und Martinshorn um die Ecke gefegt…

… und hielt direkt vor unserer Nase. Also das nenne ich Volltreffer! Bessere Plätze hätten wir nicht haben können.

Hier stellt Dagmar fest, dass ihre Praktikantin wieder einmal verlustig gegangen ist. Und weil sie sich sooooo große Sorgen um sie machte, hat Judith sich bereit erklärt, nach ihr zu suchen.

Mittlerweile wurden schon die ersten Verletzten aus der Scheune, in der spontan und völlig überraschenderweise Rauch aufgetaucht war, geborgen.

In voller Aufopferung kümmerten sich die Feuerwehrmänner um die zerbrechliche Psyche der gerade Geretteten.

Und hier tauchen auch schon Judith und Finja aus dem Getümmel auf, …

… biegen ab…

… und haben Hanna – die wohl so große Angst vor Feuer hat, dass sie sich gleich versteckt hat — wiedergefunden.

Aber Dagmar war immer noch nicht beruhigt, denn Balou musste auch noch suchen und hat zielsicher gefunden.

Die Lage war wohl im Griff. Es gab Wasser aus allen Rohren und es wurden keine neuen Verletzten gefunden.

Wir hoffen nur, dass das Dach des Hauses auch dicht ist. 

Allerdings standen einige vor dem Rätsel der spontanen Selbstheilung. Die Verletzten waren auf einmal verschwunden. Die machten bestimmt schon eine intensive Biertherapie. Die soll bei dieser Art von Verletzungen sehr gut anschlagen.

Es kam schon beinahe Hochstimmung auf, die Feuerwehrmänner schickten aus Freude Wassersalven direkt in den Himmel und gegen die Laterne, die freudig schwankte.

Und hier kommt auch noch Gina, denn Hanna war immer noch nicht wieder da.

Wir anderen standen schon etwas abseits. Die Männer auf der Bank schauten mich anerkennend und voller Respekt an. „Der sucht ja wie der Teufel! Geht hier erst lang, dann bekommt er das Opfer auf einmal die Nase und rennt im Galopp über das Feld zielsicher auf die Person zu! Unglaublich!” Das ging runter wie Öl und wir haben einfach für uns behalten, dass Hanna mich gerufen hatte.
Laut genug für Wurschti-Ohren, aber nicht laut genug für Waldorf und Statler. 

Gina machte derweil eine kleine Ehrenrunde und Dagmars Stirn zeigte schon Sorgenfalten.

Aber dann kamen sie wieder und haben Hanna auch gefunden.

Hier ist der Beweis.

Dann war es aber wirklich soooo dunkel, dass gar nichts mehr ging. Deswegen gibt es von Rocco leider keine Fotos mehr. 

Fazit: Ok, einige von uns brauchten akustische Hilfestellung bei dieser Übung. Aber darum ging es gar nicht. Wir wollten testen, ob wir auch bei großer Ablenkung suchen können. Und alle Hunde waren durch das Ritual sofort in Suchstimmung und waren dabei. Und während ich zunächst sicherheitshalber meine Rute unter den Bauch genommen hatte, damit keiner in der Hektik drauftritt, war die Rute beim Suchen sofort wieder hoch erhoben und ich war aufmerksam, habe mich von niemandem ablenken lassen. Insofern können wir mit dieser Übung alle vollauf zufrieden sein.
Vielen Dank noch einmal an Dagmar und ihren Kontaktmann bei der Feuerwehr, der uns dieser Logenplatz zugewiesen hatte!
Dass mit eurem Sport irgendwas eventuell nicht so ganz stimmt, haben wir ja schon an anderem Ort vermutet, aber jetzt diese brand(!)gefährliche Übung mit „Rechtzeitiges Erscheinen” zu überschreiben, ist ein wenig heftig
Irgendwie würd uns aber eine solche Übung auch interessieren, keine Ahnung wie wir da reagieren würden, wir wissen aber wie Herrchen da reagieren würde. Der hätt nämlich sicher panisch Reißaus genommen 
herzlichst Paris und Bel Ami
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Antwort von Wurschti, am 13.09.09 um 18:13 Uhr:
Bevor man in den Mantrailing-Schnupperkurs (lustiges Wortspiel) aufgenommen wird, muss man eine Danger-Seeker-Ausbildung nachweisen. Eurem Herrchen könnt ihr das ganz einfach schmackhaft machen! Erst die Handschlaufen der Leinen eng zuziehen und die Sache einfach aussitzen.
Viele Grüße vom Wurschti
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Das nenn ich mal Aktion und ohne wirklich „Verletzten” — vermutlich müssen die jetzt versorgt werden mit Kopfschmerztabletten.
Liebe Grüße
DJ
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Antwort von Wurschti, am 16.09.09 um 08:53 Uhr:
DJ, solange wir denen nicht die Kopfschmerztabletten suchen müssen, ist doch alles in Ordnung.
Ich bin mal gespannt, welchen Kick sich Dagmar demnächst für uns ausdenkt. °winkwink°
Viele Grüße vom Wurschti
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Tach Jörch,
wie schön dass du mich gar nicht unter Druck setzt
Als nächstes machen wir mal eine Indiziensuche, dass hattet ihr (glaub ich), auch noch nicht.…
Grübelnde Grüße,
Dagmar
PS: Nächstes Mal drehst du bitte einen Film. Man sieht gar nicht richtig WAS da für ein Tumult war.…
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Antwort von Wurschti, am 16.09.09 um 14:50 Uhr:
Stimmt, das hatten wir noch nicht. Das klingt aber so, als ob unter Umständen der Hundeführer seine Birne dabei anstrengen müsste. Das klingt unzumutbar!
Viele Grüße vom Wurschti-Herrchen
P.S.: Die Filmwünsche kannst du gerne an Imke spiegeln. Das wären quasi „externe Argumente” für eine neue Knipse.
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Boah Wurschti du bist ja der Bruce Willis der Hundegemeinde… Ich erstarre gleich vor Ehrfurcht.….
Finn die Salzsäule
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