Der Sommer ist vorbei, der Herbst eigentlich auch schon fast. Die Tage werden immer kürzer und die Nächte immer länger. Und bei uns kehrt irgendwie Ruhe ein.
Mein Herrchen ist seit 6 Wochen jeden Abend zu Hause. Bringt mir zwar eigentlich gar nicht, weil er früh fährt und spät wiederkommt. Aber zumindest ist das Rudel jetzt die ganze Woche über zusammen. Und die Nacktnasen glauben, ich merke das nicht. Aber jede Nach, oder zumindest fast jede Nacht, mache ich jetzt Bettkontrolle bei Herrchen. Das ist jetzt in mein Gute-Nacht-Ritual übergegangen. Und das geht so:
Abends ghe ich noch eine Runde pullern im Garten. Dann stürme ich die Treppe rauf und lege mich auf mein Kissen und warte. Dann kommt meist erst Herrchen und gibt mir einen Hundekuchen in Fischform. Die gibt es nur abends und nur im Schlafzimmer. Dann warte ich weiter bis Frauchen kommt. Die fragt Herrchen dann, ob ich schon einen Hundekuchen hatte, der sagt ordnungsgemäß „ja” und Frachen gibt mir trotzdem noch einen.
Prima Ritual. Nach kurzer Zeit lege ich mich dann auf Frauchens Bettseite. Aber irgendwann in der Nacht gehe ich dann auf Herrchens Seite und mache Bettkontrolle. Dazu stecke ich die Schnauze ganz tief ins Bett, bis ich Herrchen einmal schnell durchs Gesicht geleckt habe. Falls er nicht zu früh wach wird und zurückzieht. 
Ansonsten geht es mir unverändert prima und meine Nacktnasen freuen sich beständig darüber. Ich auch. 
Allerdings ist die Zeit der Ruhe ja auch eine Zeit, in der man sich fragt, ob alles noch gut so ist, wie es ist oder ob etwas geändert werden sollte. Herrchen grübelte über unser Mantrailing. Denn immerhin hatte ich in den letzten Wochen kaum noch selbstständig gefunden. Egal ob Gebäude, Feld, Stadt oder Wald, in den meisten Fällen musste ich Unterstützung haben. Gestern war Frauchen dann mit zum Mantrailing. Ich lag schon vorher in der Waschküche und habe Herrchen zugeschaut, wie er unseren Mantrailing-Rucksack packt. Dann kam Frauchen, beugte sich zu mir runter und füsterte mir zu „du musst heute ganz toll suchen, du kannst das doch auch”. Ich kullerte mit den Augen, aber meinen Nacktnasensprachkenntnisse sind noch nicht so gut, dass ich alles verstanden hätte. Dann flüsterte mir Frauchen noch das Wort ins Ohr, dass Herrchen immer benutzt, wenn unsere Suche losgeht. Das beantwortete ich mit heftigem Schwanzwedeln. Ich hatte also verstanden.
Wir waren drei Hunde und sogar zwei Helfer. Also wurde ich auf den anderen Helfer angesetzt (vielen Dank noch einmal an Jan-Niklas!). Wir wollten kurze Suchen machen, was Herrchens Gedanken sehr entgegen kam. Bei der ersten Suche ging ich ab wie ein geölter Blitz und habe den Helfer sofort gefunden. Bei der zweiten Suche steckte ein Angler seinen Kopf in mein Blickfeld, kurz nachdem der Helfer weg war. Als wir dann los sind, musste ich sofort den Angler kontrollieren. Überhaupt war ich gestern sehr auf optische Reize fixiert. Aber ich habe sehr schnell gemerkt, dass der Angler nicht die gesuchte Person war und der durfte weiterangeln und kurze Zeit später hatte ich Jan-Niklas dann auch. Bei der dritten Suche ging’s dann wieder los. Ich bog ab, zog Herrchen durchs Unterholz, eine Runde und dann noch eine. Dann ging ich aber weiter und habe den Helfer gefunden. Als wir Frauchen mit der anderen Gruppe dann trafen, sagte sie uns, dass sie sich dort versteckt hätte. Das stellte Herrchen dann zufrieden und mein Mantrailing-Vertrag ist — zunächst — verlängert. Schwein gehabt. 
Und heute waren auch noch die Indis da. Die hatten wir seit dem Urlaub nicht mehr gesehen. Aber bereits als Frauchen mir erzählte, dass Indi kommt, schoss ich in die Küche, war total aufgeregt und fiepte. Als sie dann endlich kamen, war ich sehr entspannt. Kaum Gebrummel, kein Stress mit Indi, ich habe mich von Silvie kraulen lassen und es genossen.
Tja, ihr seht: Nix Neues und alles total unspektakulär. Da kann man auch mal eine kleine Blogpause einlegen, oder?
ey schlumpidumpi, bei mir auch nix neues! aber schön dass nix neues positiv is
soll deinem frauchen von meinem frauchen ausrichten in 5 wochen wärn ferien 

unspektakuläre grüße von der nichte
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Antwort von Wurschti, am 16.11.09 um 20:33 Uhr:
Au weia, noch fünf Wochen, bis ich Frauchen endlich wieder etwas länger habe? Da hätte ich lieber etwas anderes gehört.
Ganz spektakuläre Grüße an die Nichte und das Nichten-Frauchen vom Wurschti
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Schönen Abend, Wurschti,
also wir lesen sehr gerne auch die kleinen, feinen und deiner Meinung nach unspektakulären Geschichten! Oder anders rum: Wäre doch sehr schön, wenn wir auf so manch spektakuläre (Kranken)Geschichte im RL verzichten hätten können, oder?
Dass es dir weiter gut geht, wünschen dir
Paris und Bel Ami
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Antwort von Wurschti, am 16.11.09 um 20:36 Uhr:
Da habt ihr Black Boys auch wieder recht. Da drängt sich aber fast die Frage auf, ob die Nacktnasen gerne ihre Probleme teilen, die Normalität oder das Glück aber wiederum nicht!?
Philosophierend,
Wurschti
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Wir vermuten ja Fehler im Aufbau oder Wurschtilein wird entweder über– oder UNTERfordert, aus der Ferne nicht zu beurteilen
Und ätsch, ganz ganz bald besucht die Tante Silvie MICH!
Wüffchen
Hoshi
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Antwort von Wurschti, am 17.11.09 um 21:04 Uhr:
Deswegen probieren wir ja auch alle Schrauben nacheinander durch. An einem mangelt es jedenfalls nicht: Motivation!
Hoshi, genieß die Zeit mit Silvie. Ich gönne es dir, denn Silvie liebt in Wahrheit die zurückhaltenden und lieben Hunde. Also mich!
Viele Grüße vom Wurschti
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