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Wiederbelebungsversuch

Das digitale Zeitalter zeichnet sich in erster Linie durch eines aus: Schnelllebigkeit! War es gestern noch modern, ein Blog zu schreiben, so ist heute Facebook schon wieder fast durch. Insofern haben auch wir eine kreative Pause gemacht und tauchen jetzt wieder aus der Versenkung auf, weil wir uns dieses Jahr noch einiges vorgenommen haben. Doch dazu später mehr. Zunächst liegt Urlaub an, zu dem wir nächstes Wochenende aufbrechen.

Klettermaxe.

Der Herbst ist da, auch bei uns. Und Herbst heißt auch gutes Wetter. Und das muss genutzt werden, nachdem wir in der letzten Zeit viel zu wenig die etwas weitere Umgegend erkundet haben. Heute hieß das Ziel mal wieder: Schalke!

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Vorher – Nachher

Wir feiern dieses Wochenende. Wir feiern, dass wir am Freitag seit Ende Juli den ersten Tag hatten, an dem keine Handwerker im Haus waren. Und auch nächste Woche werden sie nicht wieder kommen. Warum? Weil sie fertig sind! Smile Und was hatten wir alles hier? Maurer, Fensterbauer, Tischler und Maler.

Und wir Hunde? Wir sind mittlerweile so abgestumpft, dass wir nicht einmal mehr bellen, wenn jemand kommt, den wir nicht kennen. Smile Das liegt aber auch daran, dass die Handwerker uns alle echt toll fanden. Nur die Tischler hatten etwas mehr Respekt als sie hätten haben müssen. Dafür haben wir uns von den anderen Handwerkern durchkraulen lassen. Besonders gerne natürlich, wenn sie gerade am Essen waren. Smile

Was sich verändert hat? Der Unterschied ist alleine von außen sehr deutlich. Auf diesen Fotos sind nur im Oberschoss schon neue Fenster.

Noch einmal von der anderen Seite.

Und vom Garten aus.

Und jetzt heißen wir euch willkommen!

In unserem Eingangsbereich (den sowieso niemand nutzt) ist ein Briefkasten, der zur neuen Tür passt. Und den Tritt schmücken jetzt zwei Witzfiguren.

Joshi, kennst du den schon…?

Und hier die Hofansicht mit unserem neuen Küchenfenster.

Und die andere Seite.

Und der Garten mit der neuen Terrassentür.

Das Holz unseres Beschlages ist mittlerweile so „gereift“, dass wir jetzt einen deckenden Anstrich haben wollten. Und weil das Haus in der letzten Zeit eher dunkel war, ist es jetzt ganz hell. So hell, dass man bei manchen Lichtsituationen nicht weiß, ob die Fassade grau oder weiß ist. Sie ist aber grau. Gewonnen hat auch unsere Waschküche, die jetzt statt zwei Vollholtüren zwei Glastüren bekommen hat. Das Esszimmer mit der Terrassentür ja sowieso.

So! Und wir genießen jetzt das Wetter. Ich fürchte, dass das wieder in Fellpflege ausarten wird. Frown

 

Was zu viel ist…

… ist bekanntermaßen zu viel und passierte gestern bei unserer Hundeführerscheinprüfung. Normalerweise mischen wir uns nicht übertrieben ein, aber was gestern passierte, konnte nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Auf dem Stadtspaziergang unserer Prüfung lief uns vor einem Kaufhaus ein Dackel zu, der sich sehr für eine der Hündinnen interessierte. Nachdem knapp eine halbe Stunde später immer noch kein Besitzer für den Hund an Land kam, rief unsere Trainerin das Ordnungsamt an. Dort hatte man schon kein rechtes Interesse an dem Tier. Aber immerhin vermittelte man den Kontakt zum Tierheim und wir verabredeten, dass ein Mitarbeiter des Tierheims Osterode an unseren parkenden Autos warten sollte, damit wir ihm den Dackel übergeben können.

Als wir dann da waren, erwartete uns ein missmutiger Mitarbeiter, der den Dackel schon kannte und sich aufregte, dass wir ihn deswegen haben kommen lassen. Was daraufhin passierte, ließ uns alle ungläubig und mit offenen Mündern erstarren. Der Mitarbeiter hob den Dackel an der Leine hoch und würgte ihn dabei, weil der Dackel nur ein Halsband trug. Dann schleuderte er ihn ins Auto, wobei der Dackel mit dem Bauch gegen die Autokante knallte. Und dann zeigte der Typ uns noch einen Vogel, als er davonfuhr.

Der Typ hat sich dann eine Anzeige gefangen! Es ist leider klar, dass nicht viel passieren wird. Aber hoffentlich hat er deswegen zumindest ein paar Tage Stress!

Es ist unglaublich, dass eine Institution, die von Spendengeldern lebt und sich dem Schutz von Tieren verschrieben hat, solche Leute in ihren Reihen hat! Auch wenn es wieder die falschen trifft (nämlich in Not geratene Tiere): Dieses Tierheim sieht keinen Cent von uns, solange dort solche Zustände herrschen!

Geschafft!

Nach monatelangem Training war es gestern und heute soweit: Der Hundeführerschein-Jahrgang 2012 hatte Prüfung. Insgesamt haben 10 Teams die theoretische und praktische Prüfung unter den Augen des BHV-Prüfers Ralf Denker abgelegt. Darunter auch: Tätäääää: Zwergi und Herrchen. Somit haben wir jetzt alle ganz offiziell einen Sachkundenachweis nach dem „Niedersächsisches Gesetz über das Halten von Hunden“ (NHundG).

Wir gratulieren auch den anderen Teams ganz herzlich, die die Prüfung bei diesen tropischen Temperaturen abgelegt haben!

Gewohnheiten ändern sich.

Bei mir gibt es seit 6 Jahren ein ungeschriebenes Gesetz. Ich schwimme. Genau einmal im Jahr. Danach nicht mehr. Waten ja, aber nicht schwimmen. Da bin ich eigen.

Aber manchmal muss man über seinen Schatten springen. Nachdem sich Herrchen am Samstag schon gefreut hat, dass ich geschwommen bin, hatte er gestern sogar seine Kamera mit dabei. Nur, falls es Zweifler gibt.

Joshi schwimmt auch nicht gerne, aber häufiger als ich. Meist machen wir Arbeitsteilung. Wenn er wirklich mal ein Stöckchen rettet, übernehme ich am Teichrand. Smile

Scent Hurdle Racing.

Von wegen, dass Lehrer in den Ferien frei haben. Frauchen hat zwar Ferien, aber gleich am ersten Wochenende geht die Arbeit weiter. Und zwar mit uns Fellnasen. Herrchen durfte auch mit. Smile

Nach viel zu langer Zeit kam endlich Ute Blaschke-Berthold mal wieder in unsere Hundeschule. Erst gab es einen Vortrag für die Nacktnasen, wie man uns Fellnasen richtig „Grenzen setzen“ kann. Gestern und heute hatten wir dann aber noch ein total tolles Seminar zum Thema „Scent Hurdle Racing“. Eine tolle Mischung aus Bewegung und Kopfarbeit. 8 Hunde, 2 Zuschauer und 2 Trainer hatten viel Spaß.

Wir haben ganz viele Fotos geschossen, nehmt doch mal eine Nase.

EDIT: Auf vielfachen  Razz Wunsch kommt hier noch etwas mehr Text.

Den Vortrag können wir uneingeschränkt empfehlen. Über Utes Folien und Didaktik muss man wohl kein Wort verlieren. Am Vortrag hat mir besonders gut gefallen, dass er das Verhalten sehr grundsätzlich strukturiert und dadurch einige Puzzlestücken auf einmal ein Bild ergeben und einiges erklären.

Beim „Scent Hurdle Racing“ muss der Hund zuerst über mehrere Hürden springen, dann in einer Geruchsunterscheidung einen Gegenstand seines Hundeführers aus anderen Gegenständen finden und diesen Gegenstand dann über die Hürden zum Hundeführer bringen.

Es ist also eine recht komplexe Verkettung von verschiedenen Übungen:

– Den Hund schicken.

– Geruchsunterscheidung.

– Apportieren.

Und wie es bei Ute üblich ist, wurde alles in ganz kleinen Einzelteilen gelehrt.

Imke hat mit Wurschti geübt. Und die beiden haben das grandios gemacht. Wegen seiner Gelenkprobleme hat Wurschti die Hürden gemieden, ist aber zum Schluss doch darüber gegangen (die Stangen lagen auf der niedrigsten Stufe).

Joshi musste mit mir üben.  Dog Normalerweise ist Joshi sehr begeistert bei der Arbeit. Am Wochenende war er aber häufig abgelenkt und ich musste lernen, ihn zu motivieren. Besonders bei der Geruchsunterscheidung hatten wir Probleme. Eine mögliche Entschuldigung (für mich) ist, dass er als Mantrailer eigentlich darauf trainiert ist, den Geruch seines Hundeführer zu ignorieren.

Am Ende des Seminars haben wir sogar schon einen kleinen Wettbewerb gemacht und die Hunde parallel starten lassen.

Dadurch, dass Joshi der einzige unkastrierte Rüde war, gab es keine Pöbeleien mit ihm. Und insgesamt hielten sich die Streitigkeiten die ganze Zeit über sehr in Grenzen. Es war also ein wirklich lustiges, ruhiges und lehrreiches Wochenende.

Die Herrchen-Pirouette.

Spaziergänge können schnell mal langweilig sein. Zumindest für Hunde. Da muss man sich schon etwas für die Unterhaltung ausdenken. Heute hatten wir: Die Herrchen-Pirouette.

Dazu braucht man:

1 Herrchen

2 nicht ganz kurze Leinen (Bauart und Material sind egal)

Dann wartet man einen Moment ab, in dem das Opfer (in diesem Fall Herrchen) besonders entspannt und arglos ist. Ein Sonntagmorgen hat sich als sehr geeignet erwiesen.

Das Manöver wird eingeleitet vom Hund auf der linken Seite (spiegelbildlich geht aber auch). Dieser Hund bleibt zurück und schnüffelt scheinbar gedankenverloren am  Wegesrand. Herrchen orientiert sich wieder nach vorne, weil der Hund auf der rechten Seite weiter nach vorne will. Beide Leinen hängen locker.

Ein Rascheln hinter Herrchen bringen ihn in die Linksdrehung. Ein Kamikaze-Häschen schießt nämlich direkt vor dem Rüssel des linken Hundes aus dem Bewuchs und flüchtet gegen die ursprüngliche Laufrichtung. Der nahe stehende Hund verwandelt sich darauf in einen nahe rennenden Hund und Herrchen ist froh, dass er die Leine halten und den linken Hund bremsen kann. Mittlerweile hat sich Herrchen gegen die ursprüngliche Laufrichtung gedreht, um den linken Hund gut kontrollieren zu können.

Das zufriedene Grinsen weicht aus seinem Gesicht, als er hinter seinem Rücken den galoppierenden rechten Hund hört, der nun an seiner linken Seite vorbei schießt (Leine ist noch in der rechten Hand). Der linke Hund (Joshi) ist zwar mit 32 kg vergleichsweise leicht, macht aber einen imposanten Impuls, weil er die fehlende Körpermasse durch Geschwindigkeit wett macht (wir erinnern uns an den Physikunterricht der 8. Klasse: Impuls = Masse x Geschwindigkeit).

Dadurch bekommt Herrchen Schwung für eine sehr zügige halbe Drehung (steht also wieder in die ursprüngliche Laufrichtung) und gleichzeitig einen Ruck von zwei Leinen nach hinten. Wenn er ein wenig Eigeninitiative entwickelt hätte, wäre ihm ohne viel Dazutun ein Salto rückwärts, wenn man die halbe Drehung mit einrechnet, sogar eine Schraube gelungen.

Herrchen hat aber gesagt, dass er mit Masse 70 kg und Geschwindigkeit null uns genügend entgegen zu setzen hatte und dass wir etwas früher aufstehen müssten, um ihn aufs Kreuz zu legen.

Ok, wir bleiben dran und wälzen das Physikbuch weiter. Smile

Gute alte Traditionen.

Irgendwann war es mal in Mode, dass man die besten Suchwörter in der Statistik angibt. Ein paar Goodies gibt es wieder:

Platz 8: „Wella Hunde“

Es stimmt, dass es Hunde gibt, die aussehen, als hätten sie Unmengen an Wella-Produkten genommen. Wenn es aber um die Hunderasse geht, dann heißt es eher Wäller.

Platz 9: „Zankwieser Teich“

Ihr Ferkel!

Platz 25: „dürfen hunde mit in der kampenwandbahn fahren“

Ja, dürfen sie. Die Gondeln sind aber recht eng, sodass es mit einem nur eingeschränkt beweglichen Briard schon etwas spannend wurde.

 Platz 40: „kann man briard scheren“

Ja, kann man. Mindert auch ungemein den Hitzestress.

Platz 44: „mantrailen bei hitze“

Die Meinungen sind sehr unterschiedlich, was die Temperaturen angeht. Wichtig ist aus unserer Sicht die Temperatur dessen, woran die Geruchspartikel haften. Also geht es auf schwarzem Asphalt wahrscheinlich schon bei niedrigeren Temperaturen nicht mehr, auf einer Wiese mit Restfeuchtigkeit wahrscheinlich auch noch ein höheren Temperaturen. Bei Temperaturen jenseits der 25°C werden die meistenHunde aber nicht sehr lange trailen können, weil die Schleimhäute dann sehr schnell austrocknen und sie durch das Hecheln

Platz 49: „pfingstrose am polarkreis?“

In unserem Garten wachsen welche. Und der liegt unmittelbar am Polarkreis. Behaupten zumindest böse Zungen. Smile

 

 

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen (4)

So, irgendwann hatten wir den Himmelfahrtstag auch hinter uns gebracht und das Vergnügen konnte endlich losgehen. Smile  Am Freitag fuhren wir von unserem Berg runter nach Chur und haben uns dort mit Martin Lienhard getroffen. Martin ist NBAS-Instruktor und hatte auf dem letzten Geruchssymposium einen Vortrag gehalten, nach dem wir ihn unbedingt näher kennenlernen mussten.

Also hatten wir (4 Hunde und 5 Menschen) drei tolle Tage mit ihm. In diesen Tagen haben wir sehr viel gelernt, sehr viele neue Anregungen mit nach Hause genommen, aber auch bestätigt bekommen, dass die Hunde ihren Job verstanden haben. Wir haben gelernt, dass Rummelplatz in der Schweiz „Luna-Park“ heißt, dass man nicht parkt, sondern parkiert, dass „Schlecksäckli“ nichts Anrüchiges sind und dass auch die Schweizer irgendwann aufgegessen haben und nicht „fertig gespiesen“ haben. Smile Wir haben in Anhängern gewartet, in Müllcontainern gesteckt, auf Dächern gesessen, sind in Spielgeräte geklettert, haben in Passbildautomaten gehockt in Kühlhäusern gewartet, auf Bahnsteigen gelegen, sind in Baggerschaufeln versandet, auf Bäume geklettert und haben unter Brücken gehangen. Kurz gesagt: Es war wirklich toll!

Besonders interessant ist, dass sich die Herangehensweisen in manch grundsätzlichem Ding beim Mantrailing unterscheiden. Der eine sagt „so geht’s!“ und nicht anders, der andere sagt „es geht genau andersrum! Und nur so rum!“ Noch viel interessanter ist, dass es auf viele Arten geht, denn nach allen „Philosopien“ wurden sehr erfolgreiche Hunde ausgebildet. Zeigt vielleicht eher, dass es nicht nur ein Werkzeug gibt, sondern eine ganze Palette und je nach Hund hat man eher mit der einen Methode mehr Erfolg oder bei einem anderen mit einer anderen.

Ich fand es ziemlich beeindruckend, wie schnell sich Hunde, die sich einen gewissen Erfahrungsschatz erarbeitet haben, an neue Dinge gewöhnen. Da hatten wir Hundeführer an manchen Stellen deutlich mehr Schwierigkeiten als die Hunde.

Insofern noch einmal vielen Dank an Martin für die Zeit und dass er sein Wissen mit uns geteilt hat.